Weibliche Ejakulation: So klappt's am besten

DIENSTAG, 08.01.2019

Eine Studie zeigt: Für die weibliche Ejakulation braucht Frau keinen Mann. Denn beim Solosex klappt es offenbar am besten. Wie, verraten wir dir hier.

Die weibliche Ejakulation, auch Squirting genannt, gilt beim Orgasmus der Frau als Königsdisziplin. Viele Männer finden es deshalb reizvoll, wenn sie es schaffen, ihre Partnerin zum Ejakulieren zu bringen.

Weibliche Ejakulation beim Geschlechtsverkehr

Eine Studie, die laut "Men's Health" im "British Journal of Urology International" veröffentlicht wurde, kam jedoch zu dem Ergebnis, dass Frauen am besten ejakulieren können, wenn sie Sex mit sich selbst haben.

Frauen ejakulieren beim Solosex am ehesten

Mehr als 300 Frauen nahmen an der Studie teil. 53 Prozent von ihnen gaben an, am besten bei der Selbstbefriedigung zum "Orgasmus de luxe" zu kommen. Allerdings konnten immerhin auch 48 Prozent der Probandinnen die weibliche Ejakulation beim Geschlechtsverkehr erreichen – jedoch vornehmlich, wenn sie mit ihrem Partner erst ganz frisch zusammen waren. Im Laufe einer Beziehung ließen die spritzigen weiblichen Orgasmen offenbar nach. Ebenfalls eine Möglichkeit, die weibliche Ejakulation zu erleben: Analsex. 19 Prozent der befragten Frauen gaben an, bei dieser sexuellen Spielart ejakulieren zu können.

Bei der Selbstbefriedigung erleben viele Frauen am ehesten einen Orgasmus.

Weibliche Ejakulation: Was passiert dabei?

Leider ist der Irrglaube immer noch weit verbreitet, dass die weibliche Ejakulation nichts weiter als die Abgabe von etwas Urin ist. Dabei haben viele Untersuchungen gezeigt, dass das weibliche Ejakulat dem männlichen Prostata-Sekret, das Teil der Spermaflüssigkeit des Mannes ist, sehr ähnelt.

Inhaltsstoffe

Wenn Frauen ejakulieren, lassen sich in der Flüssigkeit verschiedene Substanzen nachweisen, die sowohl im Aussehen als auch der Zusammensetzung dem Ejakulat des Mannes gleichen. Zu den Bestandteilen gehört beispielsweise PSA, Prostata-spezifisches Antigen, das in geringen Mengen auch bei Frauen nachzuweisen ist. Ebenso wie Glukose, die den Spermien den Weg zur Eizelle erleichtert und als Energiequelle dient.

Das Ejakulat von Frauen ist dem der Männer offenbar ähnlicher als angenommen.

Ejakulation der Frau: Die "weibliche Prostata"

Dem Medizinportal "Onmeda" zufolge wird das weibliche Ejakulat in den Skene-Drüsen, auch Skene-Gänge genannt, produziert. Durch die Ähnlichkeit zur männlichen Vorsteherdrüse werden die Skene-Gänge auch als "weibliche Prostata" bezeichnet. Wie genau die Flüssigkeit freigesetzt wird, ist allerdings noch unklar. Offenbar könnte aber ein Zusammenhang zwischen dem G-Punkt und der weiblichen Ejakulation bestehen – Frauen, die durch die Stimulation des G-Punkts zum Orgasmus kommen können, sollen eher ejakulieren können als Frauen, die lediglich einen klitoralen Orgasmus bekommen.

Mysterium G-Punkt

Laut "Netdoktor.at" herrscht in der Forschung mittlerweile die Meinung vor, dass der G-Punkt zwischen der Scheidenvorderwand und der Harnröhre liegt und mit den Skene-Drüsen gleichzusetzen ist. Wie "Onmeda" berichtet, soll etwa jede dritte Frau zumindest ab und an eine weibliche Ejakulation erleben. Wie viel Flüssigkeit dabei abgegeben wird und wie sich diese zusammensetzt, variiert von Frau zu Frau stark.

Zusammenfassung der Redaktion

Die weibliche Ejakulation – das konnte mittlerweile wissenschaftlich nachgewiesen werden – tritt am ehesten beim Solosex auf und ist offenbar mehr als eine Abgabe von Urin. Denn sie ist dem männlichen Ejakulat sehr ähnlich. Die Menge und wie genau sie sich zusammensetzt, ist von Frau zu Frau unterschiedlich.

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