Tipps für den Analsex: So vermeidest du Schmerzen

MONTAG, 30.04.2018

Viele Frauen lehnen Analsex ab, weil sie ihn gedanklich mit Schmerzen verbinden. Mit ein paar Tipps muss das aber gar nicht der Fall sein. Wir verraten dir, wie du Sex von hinten auch ganz schmerzfrei erleben kannst.

Analsex gehört zu den Sexfantasien vieler Männer. Frauen hingegen finden den Gedanken an diese sexuelle Praktik häufig nicht besonders erregend. Einer der häufigen Gründe ist die Angst vor Schmerzen beim Analverkehr. Diese kannst du aber verhindern, wenn du ein paar Tipps berücksichtigst.

Schmerzen beim Analsex

Dass Analsex für Frauen mit Schmerzen verbunden sein kann, liegt daran, dass die Öffnung des Anus sehr eng und nicht so leicht dehnbar ist, wie die Vaginalöffnung. Außerdem ist die Darmschleimhaut sehr empfindlich und kann leicht einreißen. Verkrampft sich die Frau dann noch, vergrößern sich die Schmerzen zusätzlich. Dabei lässt sich der Anus mit ein bisschen Übung leicht auf den Analverkehr vorbereiten – der Schließmuskel ist nämlich grundsätzlich dehnbar genug, um den Penis völlig schmerzfrei aufzunehmen.

Entspannung: Das A und O für schmerzfreien Analverkehr

Damit du beim Analsex keine Schmerzen bekommst, ist es wichtig, dass du entspannt bist und dich nicht verkrampfst. Stelle dich also gedanklich auf dein Sex-Abenteuer ein und lass dich nur darauf ein, wenn du dir sicher bist, dass du es auch wirklich willst. Wenn du unschlüssig bist, ob dir diese Art von Sex zusagt, kannst du zunächst einmal einige anale Liebkosungen in dein Liebesspiel einfließen lassen oder einfach einmal vorsichtig einen deiner Finger in den Anus einführen. Achte hierbei unbedingt darauf, dass deine Fingernägel geschnitten sind und du dir zuvor die Hände gewaschen hast, um Verletzungen und Infektionen vorzubeugen. Gefällt dir, was du empfindest? Dann kannst du den nächsten Schritt wagen.

Auch ein kleiner Schluck Alkohol vor dem Analsex kann übrigens zu mehr Entspannung beitragen. Aber Vorsicht: Blicke nicht zu tief ins Glas, da Alkohol auch deine Schmerzempfindlichkeit herabsetzen kann. Und da Schmerz in der Regel darauf hinweist, dass etwas nicht stimmt, sollte man ihn auf keinen Fall betäuben.

Tipps für die Vorbereitung auf Analsex

Gleitgel

Wenn du Analsex praktizierst, solltest du immer bedenken: Im Gegensatz zur Vagina wird im Darm kein Sekret produziert, das die Penetration erleichtert. Deshalb musst du selbst nachhelfen und ein geeignetes Gleitmittel verwenden. Verhütest du beim Analverkehr mit Kondomen, muss das Produkt unbedingt auf das Kondom abgestimmt werden.

Spezielle Anal-Gleitgele sind besonders dickflüssig und sorgen somit für lang anhaltende Gleitfähigkeit, was bei Analsex besonders wichtig ist. Außerdem haben einige Gleitgele zusätzlich eine leicht betäubende Wirkung, um mögliche Schmerzen beim Sex zu mindern.

Analsprays

Analsprays sollen beim Analsex dafür sorgen, dass der Anus sich entspannt und minimal betäubt wird, um Schmerz beim Eindringen zu verhindern. Das Spray hat außerdem einen ähnlichen Effekt wie Gleitgel, was das Eindringen des Penis in den Po noch einmal einfacher gestalten soll.

Vorsichtiges Dehnen und Massieren beim Vorspiel

Viele Frauen empfinden Analsex als sehr viel angenehmer, wenn der Partner den Anus zuvor mit der Zunge liebkost oder mit dem Finger massiert und somit etwas vordehnt. Dabei kann auch spezielles Sexspielzeug, ein sogenannter Butt-Plug, zum Einsatz kommen. Für Anfänger empfiehlt es sich, zunächst einen kleinen Plug zu verwenden und diesen später gegebenenfalls durch einen größeren zu ersetzen.

Das schmerzfreie Praktizieren von Analsex

Nachdem du nun die vorherigen Tipps umgesetzt hast, kannst du dich ins Analsex-Abenteuer stürzen. Ganz wichtig ist, dass dein Partner nur sehr langsam und vorsichtig in dich eindringt. Am besten, er führt zunächst nur die Eichel ein und verharrt so einen Moment, bis du dich daran gewöhnt hast. Stimuliert er währenddessen deinen Kitzler oder deine Brüste mit den Händen, entspannt sich der Schließmuskel meist automatisch nach einiger Zeit.

Tipps für Anfänger

Beim ersten Mal ist es besonders wichtig, dass dein Partner nicht zu tief eindringt und sich nicht zu schnell bewegt, da der Anus sehr empfindlich ist. Um beim Analsex alles im Griff zu haben, ist eine Position wie die Reiterstellung am besten, in der du das Tempo und die Intensität bestimmst. So hast du die Möglichkeit, umgehend auf mögliche Schmerzen zu reagieren.

Und eines solltest du immer berücksichtigen: Nicht jeder Tag ist ein guter Tag für Analsex. Kannst du dich einfach nicht entspannen, versuche es lieber an einem anderen Tag erneut.

"Braune Unfälle" vermeiden

Der Anus ist primär für Ausscheidungen konzipiert, weshalb bei Analspielchen die Gefahr von unangenehmen "braunen Unfällen" gegeben ist. Doch es gibt ein paar Tipps, mit denen du diese Gefahr reduzieren kannst:

  • Toilettengang vor dem Sex
  • In den Tagen vorher auf leichte Kost mit vielen Ballaststoffen setzen, da diese die Verdauung fördert und den Darm entleert.
  • Ein Kondom verwenden. Das verhindert, dass eventuelle Kot-Reste an den Penis des Mannes gelangen und schützt zudem vor Geschlechtskrankheiten wie HIV oder Syphilis. Denk dran: Beim Analsex ist die Gefahr besonders hoch, Erreger zu übertragen, da es besonders leicht zu Verletzungen des Gewebes kommt!
  • Niemals das Loch wechseln, denn bei einem Wechsel vom Anal- zum Vaginalverkehr können Bakterien und Keime aus dem Darm in die Vagina gelangen.

Das sagt die Redaktion: Analsex beschert vielen Männern einen intensiven Kick und auch für Frauen kann es eine Bereicherung sein. Mit Vertrauen, Einfühlungsvermögen und ein paar Vorsichtsmaßnahmen kommen bei diesem Sex-Abenteuer beide auf ihre Kosten. Wichtig ist aber, dass du es wirklich möchtest und nicht nur deinem Partner zuliebe tust. Sollte es für dich eine Qual sein, lass es lieber sein. Immerhin gibt es noch viele andere aufregende Sexstellungen!

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