Mädchen mit starker Bindung zur Mutter haben später Sex

FREITAG, 10.02.2017

Eine enge Beziehung zu den Eltern hat definitiv Auswirkungen auf das Sexleben der Kinder. So ergab eine Studie, dass diejenigen Mädchen später Sex haben, die eine enge Bindung zu ihren Müttern aufwiesen. Wie es zu diesem Verhalten kommt, klärt die Autorin der Untersuchung.

Für Kinder ist es sehr wichtig, offen mit ihren Eltern sprechen zu können. Oft ist der Gesprächspartner die Mutter – vor allem bei Mädchen. Und je enger sie miteinander verbunden sind, desto später hat der Nachwuchs Sex. Die Gründe sind eigentlich einleuchtend.

Eine spannende Studie aus Rotterdam

Um die Frage zu beantworten, welche Teenager später Sex haben, richteten Forscher der Erasmus-Universität in Rotterdam den Blick auf das Mutter-Kind-Verhältnis. Dafür begleiteten sie Jugendliche im Alter zwischen 12 und 16 Jahren und sammelten Daten. So befragten sie 12-Jährige zu ihrer Beziehung zu Mutter und Vater. Dafür gaben die Teens an, ob sie ihrer Mutter und/oder ihrem Vater nahe stehen und ob sie Probleme mit ihnen besprechen würden. Zwei Jahre später kamen die Probanden wieder zur Untersuchung und stellten sich der pikanten Frage, ob sie bereits sexuelle Erfahrungen gesammelt hatten.

Mädchen, die später Sex haben, stehen ihren Müttern nahe

Die Ergebnisse waren erstaunlich: Mädchen, die eine ausgesprochen feste Bindung zu ihren Müttern pflegten, hatten eine um 55 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit, bereits früh ihre Jungfräulichkeit zu verlieren. Bei Jungs, die ihren Vätern nahestanden, ließ sich kein Unterschied festmachen. "Das könnte daran liegen, dass die Mutter in vielen westlichen Gesellschaften nach wie vor die primäre Betreuungsperson ist und sich auch um die sexuelle Aufklärung der Kinder kümmert", stellt die Autorin der Studie, Raquel Nogueira Avelar e Silva, fest. Würden sich Eltern also stets bereit zeigen, über alle Themen, auch über Sex, zu unterhalten, würden ihre Nachkömmlinge vermutlich später Sex haben.

Eine einfache Logik

Im Endeffekt lässt sich dieser Umstand leicht erklären: Wenn man Probleme oder wichtige Themen ignoriert, verschwinden sich nicht. Kinder, die nie mit ihren Vertrauenspersonen über Sex sprechen können, müssen wohl oder übel selbst herausfinden, was es damit auf sich hat. Die Folge: Sie sammeln in jungen Jahren ihre ersten sexuellen Erfahrungen. Kids, die hingegen von ihren aufgeklärten Eltern viel erfahren und das Gefühl haben, Rückfragen stellen zu können, können sich noch etwas gedulden, bis sie bereit sind, mit einer anderen Person intim zu werden.

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