Beständiger Schutz: Anwendung der Spirale

MONTAG, 26.02.2018

Die Spirale ist ein sicheres Verhütungsmittel, das vom Frauenarzt eingesetzt wird und sorgenfreien Sex verspricht. Die Anwendung der Spirale ist unkompliziert. Wie die Verhütungsmethode funktioniert und was es mit ihr auf sich hat, das verraten wir dir hier.

Hoher Schutz bei geringem Aufwand: Die Spirale, im Fachjargon als Intrauterinpessar bezeichnet, wird vom Gynäkologen in die Gebärmutter eingesetzt und schützt, auch auf lange Sicht, effektiv vor einer Schwangerschaft. Doch für wen ist die Spirale geeignet? Und welche Nebenwirkungen gibt es?

Aufbau und Wirkung der Spirale

Es gibt zwei verschiedene Arten der Spirale – gemeinsam haben beide den Aufbau: Sie bestehen in der Basis aus einem T-förmigen, etwa drei Zentimeter großen Kunststoffstäbchen. Sie unterscheiden sich aber in ihrem restlichen Aussehen und besonders in ihrer Wirkung.

Die Kupferspirale

Bei der Kupferspirale ist das kleine Kunststoffstäbchen mit Kupferdraht umwickelt. Die im Metall enthaltenen Kupferionen sorgen für den Empfängnisschutz. Sie wirken hemmend auf eindringende Spermien und deren Beweglichkeit, minimieren deren Lebensdauer und Orientierungssinn. Zudem verändert das Kupfer den Schleim im Gebärmutterhals und das Sekret von Gebärmutter und Eileitern, wodurch einer Einnistung der Eizelle entgegengewirkt wird.

Die Hormonspirale

Die Hormonspirale hingegen besitzt statt des Kupferdrahtes ein kleines Depot für das Hormon Levonorgestrel, welches in gleichmäßigen Mengen abgegeben wird, um den Empfängnisschutz zu gewährleisten. Viele Antibabypillen schützen mit demselben Wirkstoff erfolgreich vor einer Schwangerschaft. Im Falle der Hormonspirale fällt die Dosis jedoch wesentlich geringer aus, da sie direkt im Uterus der Frau freigesetzt wird.

Hormon- und Kuperspirale

Ob Kupfer- oder Hormonspirale, die Anwendung der Spirale ist in der Regel unkompliziert.

Anwendung der Spirale: So wird sie eingesetzt

Die Spirale wird während der gynäkologischen Untersuchung durch den Muttermund in die Gebärmutter eingesetzt und kann dort – bei guter Verträglichkeit – bis zu fünf Jahre verbleiben. Ein geeigneter Zeitpunkt für die Einsetzung ist der 2. bis 5.  Zyklustag der Regelblutung, da der Muttermund in diesem Zeitraum weiter geöffnet ist, was das Einsetzen der Spirale erheblich erleichtert. Ungeachtet dessen, kann die Prozedur besonders bei Frauen, die noch kein Kind zur Welt gebracht haben, mit Schmerzen verbunden sein.

Die Spirale schiebt der Frauenarzt mit einer speziellen Einführhilfe durch den Muttermund in die Gebärmutter. Die T-Form soll dafür sorgen, dass das Verhütungsmittel dort einen festen Sitz hat und so in der Gebärmutter bleibt.

Vor allem in den ersten Wochen kann es passieren, dass die Spirale ausgestoßen wird. Dann ist kein Verhütungsschutz mehr gewährleistet und die Frau sollte auf eine zusätzliche Verhütungsmaßnahme zurückgreifen und schnellstmöglich einen Frauenarzt aufsuchen. Dass die Spirale ausgestoßen wird, ist aber eher selten der Fall.

Ob die Spirale übrigens richtig sitzt, können Anwenderinnen ganz leicht selbst überprüfen: An der Spiral ist ein Kontrollbändchen angebracht, das zwei Zentimeter aus dem Muttermund in die Scheide hineinreicht. Dieses können Frauen ertasten. Eine solche Kontrolle sollte insbesondere nach jeder Periode erfolgen. Der Frauenarzt kontrolliert bei einer halbjährigen Ultraschalluntersuchung neben dem Sitz der Spirale außerdem die Funktionalität.

Hier geht´s weiter zu: Vor-und Nachteile der Spirale

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