Liebe & Lust

Analverkehr: Wer klopft ans Hintertürchen?

FREITAG, 01.02.2019

Analverkehr – ein Tabu? Keineswegs! Am Po warten unzählige kleine Nervenenden darauf, dir beim Sex wohlige Ganzkörperschauer zu bescheren. Du willst die erogene Zone auch mal erkunden? Wir verraten, was du beachten solltest, damit Analsex für dich ein berauschendes Erlebnis wird!

Wirf deine Bedenken, dass Analverkehr schmutzig oder gar schmerzhaft sein könnte, über Bord und entdecke dein Liebesleben einmal von einer ganz anderen Seite. Amorelie.de und fem.com erklären fünf Regeln, mit denen du Analsex in vollen Zügen genießen kannst. Zunächst klären wir aber, was man eigentlich genau unter Analsex versteht und warum er für viele so erregend ist.

Was ist Analverkehr?

Im Gegensatz zum Vaginalverkehr, bei dem der erigierte Penis in die Scheide eingeführt wird, steht beim Analverkehr die Region rund um den Anus im Mittelpunkt des Liebesspiels. Der Bereich am Po gilt als erogene Zone, sodass die Stimulation von vielen als sehr erregend empfunden wird –  egal, ob sie mit dem Penis, der Zunge oder den Fingern stattfindet.

Analverkehr #1: Entspannung beim Sex ist alles

Du solltest schon wirklich Lust darauf haben, wenn du zum ersten Mal Anal ausprobierst. Wer sich unwohl fühlt, verkrampft automatisch – keine gute Voraussetzung für ein lustvolles Sex-Abenteuer. Deshalb ist die richtige Vorbereitung beim Analverkehr wichtig: Mit einem ausgiebigen Vorspiel, bei dem die Rückseite gerne mit einbezogen werden darf (wie wär's mit einer kleinen Po-Massage?), bringst du dich und deinen Partner nicht nur in Stimmung, sondern entspannst und lockerst gleichzeitig Haut und Muskeln für den Analverkehr.

Frau und Mann liegen nackt im Bett und kuscheln

Eine ausgiebige Vorbereitung ist beim Analverkehr das A und O.

Analverkehr #2: Geschmeidiger Po

Zugegeben, die Vagina hat einen echten Vorteil: Sie wird von selbst feucht – wie praktisch! Der Anus hat diese Funktion leider nicht, was dennoch kein Hindernis sein sollte. Ein gutes Gleitgel schafft hier schnell Abhilfe und lässt sich toll in das anale Vorspiel einbauen (Stichwort: Po-Massage!).

Analverkehr #3: Langsam angehen

Die vielen kleinen Nervenenden sind nicht nur für die besagten Ganzkörperschauer da, sie sind darüber hinaus auch sehr empfindlich. Deshalb solltest du – gerade beim ersten Mal – das Eindringen wirklich langsam angehen lassen.

Lasse anfangs die Finger auf Erkundungstour gehen: Der Damm, das ist der Bereich zwischen Scheidenöffnung und Anus und die Region rund um den After, mag Massagen mit leichtem Druck besonders gern. Fühlt sich gar nicht mal so schlecht an, oder? Dein Partner kann nun vorsichtig versuchen, mit einem Finger einzudringen. Später darf auch gern noch ein weiterer dazugenommen werden oder ein Mini-Vibrator ins Spiel kommen – erlaubt ist beim Analverkehr, was gefällt! Und wenn du dich ganz fallen lässt, kannst du beim Analverkehr vielleicht sogar zum Anal-Orgasmus kommen.

Analverkehr #4: Beziehe die richtige Stellung

Ziemlich sicher bist du an dieser Stelle bereits auf den Geschmack gekommen und willst mehr. Worauf wartest du noch? Analverkehr macht in vielen verschiedenen Stellungen Spaß! Neulingen raten wir dennoch zu einer dieser beiden Stellungen, da sie hier besonders gut entspannen können und das Eindringen leichter ist:

  • Löffelchenstellung: Hier sind die Muskeln besonders entspannt und zusätzlich kann er nicht allzu tief eindringen.
  • Reiterstellung: Wenn Frau oben ist, kann sie selbst die Eindringtiefe und -geschwindigkeit bestimmen.

Er sollte beim Analverkehr nur so tief eindringen, wie es dir gefällt und auch hier gilt: lieber zu langsam, als zu schnell! Verzichtet also – beiden zuliebe – auf zu viel Ekstase.

Analverkehr #5: Hygiene ist ein Muss

So unsexy der letzte Punkt auch sein mag, er sollte dennoch nicht unerwähnt bleiben: Gerade nach dem Analverkehr ist die richtige Hygiene wichtig. Auf keinen Fall (!) sollte der Penis nach dem Verkehr mit der Vagina in Berührung kommen, um Infektionen durch für die Verdauung wichtige Bakterien zu vermeiden. Das gilt nicht nur für den Penis, sondern auch für Finger oder Sexspielzeug. Eine gründliche Reinigung mit Wasser und Seife reicht aus, der Einsatz von Desinfektionsmittel ist nicht notwendig.

Zum Glück macht gemeinsame Hygiene richtig viel Spaß, zum Beispiel bei einem Nachspiel unter der Dusche. Ihr könnt alternativ auch ein Kondom benutzen, das zum Weitermachen einfach gewechselt wird.

Und noch ein Hinweis: Analverkehr schützt nicht vor Geschlechtskrankheiten. Um eine Ansteckung zu verhindern, solltest du also auf jeden Fall zum Kondom greifen.

Schwanger durch Analverkehr?

Es mag unmöglich klingen, doch du kannst beim Analverkehr tatsächlich schwanger werden. Zwar muss die Samenflüssigkeit des Mannes in die Scheide gelangen, um eine Eizelle zu befruchten, doch da Scheide und Anus nicht allzu weit auseinander liegen, kann es durchaus passieren, dass sein Ejakulat beim analen Sex in die Scheide läuft. Wenn du nicht schwanger werden möchtest, solltest du also auch bei dieser Sexpraktik an Verhütung denken.

Auch eine unserer erotischen Kurzgeschichten handelt von einem analen Abenteuer. Die Übersicht der zehn erotischen Kurzgeschichten findest du hier. 

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Das sagt die Redaktion

Analverkehr kann das Sexleben ungemein bereichern. Doch vor allem Anfänger sollten sich vorsichtig an die Sexpraktik herantasten. Mit viel Gefühl, Zeit und Gleitgel kann aber eigentlich nichts schiefgehen.