4 Tipps wie du lernst, mit Neid umzugehen

DIENSTAG, 17.07.2018

Wir alle kennen das Gefühl von Neid. Es breitet sich aus, wenn Bekannte den Job bekommen, den man sich selbst auch so sehr wünscht. Oder die Traumwohnung. Es gibt viele Beispiele und es zeigt sich: Das Gefühl hat seine Gründe und die herauszufinden, kann sogar sehr hilfreich und anspornend sein, um zu lernen, mit Neid umzugehen.

Neid zählt zu den sieben Todsünden. Nicht zuletzt deshalb wird das Gefühl häufig negativ bewertet. Dabei hat Neid durchaus seinen Zweck. Experten raten, die Emotion positiv umzuwandeln. Wie das geht, verraten wir dir hier.

1. Bewerte deinen Neid nicht

Deine beste Freundin hat immer nur Glück, während du dich durchs Leben kämpfen musst? Klar, das ist ein Grund, neidisch zu werden. Deswegen solltest du dich auch nicht dafür verurteilen. Unterdrücke das Gefühl nicht, werde dabei aber auch nicht missgünstig. Nimm es einfach an und schaue, was du daraus machst.

2. Wandle deinen Neid in positive Energie um

Neid, Wut – diese Emotionen sind ziemlich stark und verlangen dir viel Energie ab. Umso besser ist es, wenn du sie in etwas Positives umwandelst. Begib dich also nicht in die Opfer-Rolle und beklage nicht, dass es allen besser geht als dir, sondern schau, warum du neidisch bist. Möchtest du eigentlich auch lieber einen besseren Job? Oder die Stadt wechseln und neu durchstarten? Prima, dann lass dich von dem Erfolg deiner Mitmenschen inspirieren und gehe deinen Weg. Neid kann ein guter Motivationsschub sein.

3. Hör auf, dich mit anderen Menschen zu vergleichen

Um langfristig weniger neidisch zu sein, hilft es, dich auf dich selbst zu konzentrieren. Vor vielen Jahrhunderten hatten Neid und Wettstreit vor allem die Funktion, das eigene Überleben zu sichern. Die Ressourcen, wie beispielsweise Nahrung, waren knapp, Wettstreit war also notwendig. Heute ist alles im Überfluss vorhanden und trotzdem hat das Gefühl überlebt.

Vor allem auf Social Media lässt sich dieses Phänomen gut beobachten: Menschen präsentieren und vergleichen sich miteinander. Dann breitet sich Eifersucht  aus, der andere sei ja viel schöner, kräftiger und so weiter. Und genau diese Form des Neids gilt es zu vermeiden – denn sie treibt dich nur in die Unzufriedenheit. Steh also zu dir und hör auf, dich anhand fremder Kriterien zu messen. So wirst du auf lange Sicht gesehen nicht nur weniger neidisch, sondern auch glücklicher sein.

4. Sei dankbar für das, was du hast

Und noch ein letzter Tipp, um mit Neid umzugehen: Sei dankbar für das, was du hast. Auch wenn es gerade bei deiner besten Freundin perfekt läuft, heißt das nicht, dass bei dir alles schlecht ist. Schau dir an, was du alles schon geschafft hast und sei stolz auf dich. Indem du deinen eigenen Errungenschaften Aufmerksamkeit schenkst und sie würdigst, kannst du dich auch aufrichtiger für andere freuen, die gerade Erfolge feiern.

Nachdenkliche Frau pin

Neid kann das Leben und Freundschaften belasten – aber nur, wenn das Gefühl falsch genutzt wird.