Vorsicht bei Kaliummangel: Überdosierung bei Kalium

MONTAG, 25.02.2019

Kalium gilt als essenzieller Mineralstoff für den menschlichen Körper. Kaliummangel lässt sich mit Präparaten ausgleichen, doch Vorsicht: Auch eine Überdosierung ist schädlich.

Viele Menschen leiden heutzutage unter Kaliummangel. Um diesen Mangel auszugleichen, nehmen sie häufig verschiedene Nahrungsergänzungsmittel und andere Präparate ein. Doch die Höhe der Dosierung steht hierbei eher im Hintergrund, obwohl ein Überschuss an Kalium für den Körper nicht gesund ist. Einen zu hohen Kaliumgehalt im Blut nennen Mediziner auch Hyperkaliämie. Diese kann jedoch auch andere Ursachen haben und ist nicht immer auf Nahrungsergänzungsmittel zurückzuführen.

Kann man Kalium überdosieren?

Kaliummangel: So entsteht eine Hyperkaliämie

Eine Hyperkaliämie kommt dann zustande, wenn dem Organismus so viel Kalium zugeführt wird, dass die Nieren mit der Verarbeitung des Mineralstoffes überfordert sind. Dies ist beispielsweise beim übermäßigen Konsum von kaliumhaltigen Präparaten der Fall. Kaliumüberschuss kann jedoch auch dann entstehen, wenn eine Niereninsuffizienz vorliegt oder falls das Hormon Aldosteron übermäßig im Körper produziert wird. Auch wenn Zellkalium in den Blutkreislauf gelangt, kann eine Hyperkaliämie hervorgerufen werden. Dies geschieht beispielsweise bei einem Gewebeschaden oder auch bei der Auflösung von roten Blutkörperchen. 

Typische Anzeichen einer Hyperkaliämie

Bei einer Hyperkaliämie spürst du ein plötzliches Kribbeln in den Händen und Füßen. Auch eine Muskelschwächung kann auftreten, die sogar zur schweren Lähmung führen kann. Das gefährlichste Symptom ist das Auftreten einer Herzrhythmusstörung, die lebensgefährlich werden kann.

Kaliummangel: Nebenwirkungen von Kaliumpräparaten 

Kaliumpräparate können somit vielfältige Nebenwirkungen auslösen, wenn sie überdosiert sind. Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen gehören noch zu den harmlosen Folgen.

Bauchschmerzen sind eines der harmlosen Symptome eines Kaliummangels.

Die richtige Dosierung von Kalium 

Wie hoch der Tagesbedarf von Kalium ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem dem Alter. So liegt die angemessene Zufuhr laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für einen Erwachsenen schätzungsweise bei 4000 Milligramm pro Tag. Bei bestimmten Krankheiten oder in der Stillzeit kann der Bedarf allerdings höher sein.

Du solltest keinesfalls mehr als 18 Gramm Kalium oral einnehmen, denn dadurch wird in vielen Fällen eine schwere Hyperkaliämie ausgelöst. Greife also bei Verdacht auf Kaliummangel nicht gleich zu Nahrungsergänzungen. Wichtiger ist, dass du auf deine Ernährung achtest und dich informierst, wie viel Kalium dein Körper genau benötigt. Lasse auch überprüfen, ob dein Kaliummangel nicht andere Ursachen hat. Bei einer gestörten Nierenfunktion solltest du auf jeden Fall auf zusätzliches Kalium verzichten und deinen Arzt um Rat fragen.

Das meint die Redaktion 

Ob Vitamine, Eisen, Magnesium oder eben Kalium: Bei einem vermeintlichen Mangel greifen heutzutage viele zu Nahrungsergänzungsmitteln, ohne sich über mögliche Nebenwirkungen bei einer Überdosierung Gedanken zu machen. Doch wie das Beispiel der Hyperkaliämie zeigt, kann das sogar lebensgefährliche Folgen annehmen. Kläre die Einnahme solcher Präparate vorher, also immer besser mit deinem behandelnden Arzt ab.

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