Gegen Bodyshaming solltest du dich wehren!

MONTAG, 03.07.2017

Bodyshaming ist ein unschöner Trend in den sozialen Netzwerken und der realen Welt. Höchste Zeit, sich dagegen zu wehren!

Ob zu dick, zu dünn, zu groß oder zu klein: Bodyshaming ist ein Problem, das jeden treffen kann – und zwar überall. Nicht nur in den sozialen Netzwerken, auch in der Schule, im Büro oder im Supermarkt werden Frauen – und Männer – aufgrund von körperlichen Merkmalen diffamiert. Viele sind zudem unzufrieden mit ihrem Körper. Sie können ihn nicht akzeptieren und kritisieren ihre vermeintlichen Problemzonen selbst am schärfsten.

Doch es gibt Möglichkeiten, sich mit Selbstbewusstsein gegen Bodyshaming zu wehren. Denk immer dran: Kein Körper ist perfekt. Eine Botschaft, die aktuell auch der australische Dokumentarfilm "Embrace – Du bist schön" vermitteln will.

"Embrace – Du bist schön" macht sich gegen Bodyshaming stark

Auf der Suche nach dem perfekten Körper gehört der tägliche Gang auf die Waage bei vielen Frauen zum Alltag. Doch es geht auch ohne!

Auf der Suche nach dem perfekten Körper gehört der tägliche Gang auf die Waage bei vielen Frauen zum Alltag. Doch es geht auch ohne!

Ausgangspunkt für den Dokumentarfilm war ein Vorher-Nachher-Bild, das Taryn Brumfitt 2013 auf Facebook teilte. Das Vorher-Foto zeigte die dreifache Mutter durchtrainiert bei einem Bodybuilding-Wettbewerb. Auf dem Nachher-Bild präsentierte sie sich hingegen so, wie sie ohne hartes Training im Fitnessstudio aussieht – mit ein paar Kilos mehr auf den Rippen. Mit dieser Fotocollage wollte sie Frauen dazu bewegen, ihren Körper so zu lieben, wie er ist und sie ermutigen, sich nicht von einem vermeintlichen Schönheitsideal unter Druck setzen zu lassen. Die Aktion von Taryn Brumfitt stieß weltweit auf Begeisterung in der Online-Community, sodass sie sich entschloss, das Thema weiterzuverfolgen und einen Film daraus zu machen.

So entstand "Embrace – Du bist schön", in dem die Regisseurin im Gespräch mit Frauen der Frage nachgeht, warum so viele unzufrieden mit ihrem Körper sind und was man dagegen tun kann. Die Botschaft des Films: Befreie dich von dem Streben nach Perfektion und führe keinen Krieg gegen deinen Körper – liebe ihn so, wie er ist.

Aktiv gegen Bodyshaming: Frauen-Power im Netz

Jeder Körper ist schön: Für diese Botschaft machen sich viele User unter dem Hashtag #everybodyisbeautiful auf Instagram stark.

Jeder Körper ist schön: Für diese Botschaft machen sich viele User unter dem Hashtag #everybodyisbeautiful auf Instagram stark.

So wie sich Taryn Brumfitt mit ihrer Dokumentation gegen Bodyshaming stark macht, tun es auch immer mehr Frauen in den sozialen Netzwerken. Ein Vorbild für viele User ist das englische Plus-Size-Model Iskra Lawrence, das sich immer wieder via Instagram und Co. mit Schönheitsidealen auseinandersetzt und Frauen Mut macht, sich diesen nicht unterzuordnen. Das Model selbst sieht sich in den sozialen Netzwerken ebenfalls mit fiesen Kommentaren über ihren vermeintlich "fetten" Körper konfrontiert. Doch davon lässt sie sich nicht einschüchtern.

Als Iskra Lawrence 2016 von einem Hater als "fett" bezeichnet wurde, hatte sie die perfekte Antwort parat. Auf Facebook und Instagram teilte sie ein Foto, auf dem sie in Unterwäsche zwischen Unmengen von Chipstüten liegend zu sehen ist. Dieses Bild widmete sie allen, die in ihrem Leben schon einmal als "fett" bezeichnet wurden.

Und das war noch nicht alles: Dazu teilte sie ein aussagekräftiges Video, in dem sie in Unterwäsche vor der Kamera posiert. Im Moment der Aufnahme steckt sie sich genüsslich Chips in den Mund – in Zeitlupe. Eine eindeutige Botschaft an ihre Hater, die sie am Ende des kurzen Clips noch krönt, indem sie ihnen den Mittelfinger zeigt. Sowohl dem Foto als auch dem Clip fügte sie den Hashtag #everybodyisbeautiful hinzu.

Überdies nutzt Iskra Lawrence ihre Bekanntheit in der Online-Community, um Frauen zu zeigen, dass Körper in Wahrheit nicht immer so perfekt sind, wie sie auf Bildern zu sein scheinen. Um das am Beispiel des berüchtigten Ideals "Thigh Gaps" zu verdeutlichen, teilte sie eine Collage aus zwei Fotos: Auf einem Bild posiert sie so, dass eine Oberschenkellücke zu sehen ist. Auf dem anderen verändert sie sie Position. Et voilà, die Lücke fehlt. Die klare Botschaft dahinter: Lasst euch nicht von vermeintlich perfekten Körpern verunsichern, der Schein kann trügen!

So wehrst du dich gegen Bodyshaming

Viele Frauen werden Opfer von fiesen Bodyshaming-Attacken. Egal, wie sie aussehen. 

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