Gesundheit & Ernährung

Postpartale Psychose: Nicht nur Depression nach der Geburt

MONTAG, 27.08.2018

Eine Wochenbettdepression ist für viele nach wie vor ein Tabuthema. Doch nach der Geburt kann es auch zu einer postpartalen Psychose kommen. Hier erfährst du alles Wichtige rund um die seltene Stimmungskrise von Neu-Müttern.

Die Geburt eines Kindes ist für viele Frauen der schönste Moment des Lebens. Dass sich bei einigen Mamas das Mutterglück zunächst nicht einstellen will, ist nach wie vor ein Tabuthema. Zu den möglichen Stimmungskrisen nach der Geburt gehört neben der Wochenbettdepression die postpartale Psychose. Aber was genau ist das und an welchen Symptomen erkenne ich eine Wochenbettpsychose?

Was ist eine postpartale Psychose?

Bei der postpartalen Psychose handelt es sich um eine psychische Erkrankung, die innerhalb der ersten sechs Wochen nach der Geburt auftritt. Im Gegensatz zur Wochenbettdepression, die bei etwa 15 Prozent der Mütter festgestellt wird, handelt es sich bei der Psychose um eine seltene postpartale Stimmungskrise, die gerade einmal bei rund 0,1 bis 0,3 Prozent der frischgebackenen Mamis auftritt. Zu den möglichen Symptomen der postpartalen Psychose gehören unter anderem Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Verwirrtheit mit Realitätsverlust, starke Unruhe oder Angst.

Bei dieser schweren Form der postpartalen Stimmungsschwankung ist in der Regel eine stationäre Behandlung in einer Klinik notwendig, da die Gefahr besteht, dass die Mutter Selbstmord begeht oder ihr Kind im Wahn tötet. Nach der stationären Behandlung ist eine langfristige Therapie angeraten. Die Chance auf eine vollständige Heilung stehen bei einer gezielten Behandlung aber in der Regel gut.

Tabuthema postpartale Stimmungsschwankungen

Depressionen oder Psychosen nach der Geburt sind nach wie vor ein Tabuthema. Erst kürzlich postete Sängerin Adele eine Nachricht auf Twitter, mit der sie Frauen ermutigte, nach der Geburt offen über ihre wirklichen Gefühle zu sprechen: “Mamas, sprecht darüber, wie ihr euch fühlt. Denn in einigen Fällen könnte es euer Leben oder das Leben anderer retten.“ Auslöser für die Nachricht war die postpartale Psychose ihrer besten Freundin, die diese in einem Blog thematisiert hatte.

Hand von Baby und Mutter pin

Nach der Geburt kann es bei Frauen zu einer postpartalen Psychose kommen.