Lebenskrisen: So lernst du, mit ihnen am besten umzugehen

MONTAG, 23.04.2018

Das Leben ist kein Ponyhof – an dieser oftmals scherzhaft verwendeten Redewendung ist was dran. Manchmal geraten Menschen in Lebenskrisen. Das Stresslevel steigt, Routinen, die sonst selbstverständlich waren, fühlen sich plötzlich wie eine Herausforderung und anstrengend an. Welche Form der Missstimmung du auch hast: Es gibt einen Weg, gut durch diese Zeit zu kommen und richtig was zu lernen.

Umstellungen am Arbeitsplatz, die Trennung von einem geliebten Partner, der Verlust eines Familienangehörigen – all diese einschneidenden Erfahrungen können in Lebenskrisen münden. Ganz wichtig in dieser Phase: Gib acht auf dich und verurteile dich nicht für deine Missstimmung! Wir verraten dir, was dir jetzt helfen kann.

Resilienz ist das Zauberwort

Lebenskrisen treffen Betroffene aus dem Nichts. Plötzlich müssen sie eine schwere Last mit sich herumtragen. In Zeiten, in der wir uns ständig selbst optimieren und unter Kontrolle haben sollen, ist es umso schwerer, mit der Missstimmung umzugehen. Trauernde oder Menschen in Umbrüchen fühlen sich schnell überfordert – und das macht die Lebenskrise natürlich keinesfalls leichter.

Genau aus diesem Grund ist jetzt eine Fähigkeit besonders gefragt: die Resilienz. Sie beschreibt eine gewisse innere Stärke, die hilft, mit Krisen gut umgehen zu können und den Stress nicht ausarten zu lassen. Resilienz wird oftmals schon in der Kindheit angelegt. Aufwachsende, die oft von ihren Eltern unterstützt wurden und viel Liebe bekamen, erlernen die Grundlagen früh: Empathie, Offenheit, Respekt und Wertschätzung.

Lebenskrisen überwinden

Wer in Lebenskrisen keinen Ausweg sieht und mit dem Stress nicht umgehen kann, muss nicht zwangsweise eine schlechte Kindheit gehabt haben. Trotzdem scheint seine Resilienz Defizite aufzuweisen. Kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken: Die Stressresistenz lässt sich erlernen, auch im Alter. Doch das erfordert, dass Betroffene sich mit sich auseinandersetzen. Das Wichtigste ist, sich selbst ernst zu nehmen und zu dem zu stehen, was sie gerade umtreibt.

Viele Betroffene neigen in Lebenskrisen nämlich dazu, die negativen Emotionen und Herausforderungen abzuwehren. Sie wollen sich ihnen nicht stellen und überspielen oder ignorieren sie. Doch dadurch baut sich der emotionale Ballast nur auf.

Der Resilienztrainer Ulrich Siegrist hat ein Buch auf den Markt gebracht, mit dem sich die innere Stärke erarbeiten lässt. In "Resilienz trainieren: Wie Sie Schritt für Schritt innere Stärke erlangen und Krisen überstehen" gibt er seinen Lesern Tipps, mit denen sie sich selbst kennenlernen und helfen können. Zentrale Aspekte bei der Bewältigung einer Lebenskrise seien:

Resilienz trainieren Buch

Mit diesem Buch kannst du deine Resilienz trainieren.

  • die Lebenskrise mit all ihren Emotionen anzunehmen
  • eine Bestandsaufnahme der Schwierigkeiten zu machen
  • sich auf die eigenen Stärken und positiven Eigenschaften zu besinnen
  • mit anderen Menschen in Dialog zu treten
  • sich in Achtsamkeit zu üben
  • proaktiv nach Lösungen zu suchen

Neugierig geworden? Das Trainingsbuch, das im Mvg Verlag erschienen ist, kostet 8,99 Euro. Hier kannst du es bestellen.

Frau sitzt zusamengerollt pin

Verzage nicht an Lebenskrisen, du kannst sogar an ihr wachsen.