Forscher beweisen: Männer machen Frauen krank!

FREITAG, 14.09.2018

Haben wir es nicht geahnt? Männer können Frauen krank machen. Dies haben italienische Forscher sogar wissenschaftlich bewiesen. Was die möglichen Gründe dafür sind, erfährst du hier.

Ok, ein wenig sexistisch ist es ja schon, zu sagen, dass Männer Frauen stressen und krank machen. Es entsteht dabei das Klischeebild vom Mann als großes Kind, das sich nur zu gern von seiner selbstlosen Partnerin bemuttern lässt. So ganz aus der Luft gegriffen ist dieses Vorurteil aber offenbar nicht – das sagt sogar die Wissenschaft.

Italienische Studie: Witwen sind gesünder als verheirate Frauen

Einer italienischen Studie zufolge ist es für uns Frauen anscheinend gar nicht mal so gesund, in einer Partnerschaft zu leben oder sogar verheiratet zu sein. Die Wissenschaftler der Universität Padua beobachteten Ehepaare und Alleinstehende, die älter als 65 Jahre waren, über einen Zeitraum von 4,4 Jahren. Es nahmen insgesamt 1.887 Versuchspersonen teil.

Ziel war es, herauszufinden, ob ein Zusammenhang zwischen Beziehungsstatus, Geschlecht und Zerbrechlichkeit besteht. Und siehe da: Während Witwer und ältere Männer ohne Ehefrau verstärkt zu Zerbrechlichkeit und Krankheit neigten, war es bei den Frauen umgekehrt. Sie waren gesünder, wenn sie unverheiratet waren oder ihr Gatte bereits verstorben war.

Jüngere Menschen haben die Forscher zwar in ihrer Studie nicht berücksichtigt. Aber es scheint zumindest etwas dran zu sein, dass Männer keinen sonderlich guten Einfluss auf die weibliche Gesundheit haben.

Frauen neigen dazu, sich aufzuopfern

Aber warum ist das so? Ein Grund könnte sein, dass Frauen sich tendenziell mehr Gedanken über ihre Mitmenschen, deren Probleme und überhaupt so ziemlich alles machen. Ausnahmen gibt es natürlich immer, aber eine bestimmte Neigung in diese Richtung lässt sich bei den meisten Frauen beobachten.

Außerdem wollen sie meist gern helfen, wenn sie ein Problem bei anderen vermuten, und zeigen, wie stark, kompetent und rundum super sie sind: Mitunter halsen sie sich zu viel auf. Hinzu kommt oft, dass viele Frauen niemanden enttäuschen und es gern allen recht machen möchten. Das funktioniert natürlich nicht, aber versuchen kann man es ja mal.

Männer lassen sich von Frauen bereitwillig Arbeit abnehmen

Da hört man doch gleich schon die Männer protestieren, was sie denn bitteschön dafür könnten, wenn Frauen sich mit ihrer Selbstlosigkeit selber stressen? Gute Frage. Allerdings ist es auch so, dass Männer oft nichts dagegen haben, wenn Frauen ihnen lästige Aufgaben abnehmen – vor allem im Haushalt, bei sozialen Verpflichtungen, Orgakram und anderen alltäglichen Dingen, die erledigt werden müssen, auch wenn keiner Lust dazu hat. Klar, auch hier gibt es Ausnahmen, aber in der Tendenz ist die Aufgabenverteilung ja in vielen Beziehungen so, dass die alltäglichen Kleinigkeiten eher bei den Frauen hängen bleiben.

Warum Single-Frauen oft glücklicher und gesünder sind

Ohne Partner brauchen Frauen nur daran zu denken, was sie selbst brauchen, wollen und tun müssen. Mit Freund oder Ehemann an ihrer Seite müssen sie für ihn mitdenken, mitplanen und ihm verständliche, klare Anweisungen erteilen, wenn sie Aufgaben delegieren wollen. Das nervt und stresst. Mit anderen Worten: Single-Frauen sind einfach entspannter als ihre Geschlechtsgenossinnen in festen Beziehungen. Und das wirkt sich eben auch positiv auf die Gesundheit aus.

Männer sind gesünder in einer Beziehung

Umgekehrt ergeht es den Herren der Schöpfung. Wenn sie keine Partnerin mehr haben, die ihnen haarklein in allen Einzelheiten erklären, wie sie welche Aufgabe im Haushalt erledigen sollen, müssen sie plötzlich an alles selber denken. Die Folge: Sie fühlen sich meist überfordert, gestresst und werden unglücklich – was sich dann wiederum negativ auf ihre Gesundheit auswirkt.

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Wissenschaftlich bewiesen: Frauen sind als Single gesünder, aber Männer nicht.