Die 10 besten pflanzlichen Antibiotika

MONTAG, 05.03.2018

Synthetisch hergestellte Antibiotika sind verschreibungspflichtig und werden bei besonders schwerwiegenden Erkrankungen durch Bakterien verabreicht. Aber es gibt auch pflanzliche Antibiotika, die dir bei Beschwerden helfen können.

Bei Infektionen sorgen Antibiotika dafür, dass das Wachstum schädlicher Mikroorganismen gehemmt oder diese abgetötet werden. Das vereinfacht den Genesungsprozess, doch das Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte Medikament, das mittlerweile zum großen Teil synthetisch gewonnen wird, bringt Nebenwirkungen mit sich, die bei pflanzlichen Antibiotika nicht auftreten.

Verschreibungspflichtige Antibiotika können starke Nebenwirkungen haben

Oftmals wird viel zu schnell zu Antibiotika gegriffen und sich kaum Gedanken um die Nebenwirkungen gemacht. Die synthetischen Verbindungen können aber nicht nur das Immunsystem schwächen, sondern auch gute Bakterien im Körper angreifen. Bei zu häufigem Gebrauch kann es außerdem passieren, dass die Krankheitserreger resistent gegen einige Formen der Antibiotika werden. Es ist also nicht immer ratsam, auf die verschreibungspflichtigen Varianten zurückzugreifen, wenn es nicht wirklich Not tut. Oft sind die pflanzlichen Alternativen besser, um die körpereigene Abwehr zu unterstützen.

Wie wirken Heilpflanzen?

Wie jedes Präparat, das du in der Apotheke kaufen kannst, haben auch Heilpflanzen ihre ganz spezifische Wirkung. Einige greifen die Bakterien direkt an, andere binden sie und spülen sie aus dem Körper heraus, und wieder andere stärken Blutgefäße oder Zellen und erschweren so einen Bakterienbefall. Das gilt vor allem für Gerb-, Bitter- und Schleimstoffe, Flavonoide und ätherische Öle. Der Vorteil: Die pflanzlichen Antibiotika richten sich nicht gegen gute Bakterien.

Welche Pflanzen wirken wie natürliche Antibiotika?

Ob exotische oder heimische Pflanzen, hier findest du die 10 wirksamsten Antibiotika-Ersatzstoffe der Natur:

Tee mit Kräutern

Salbei ist besonders gut bei Halsschmerzen.

Salbei

Eine besonders gute antibakterielle Wirkung lässt sich bei Salbei feststellen. Er hemmt Entzündungen im Rachen- oder Mundraum und wird deshalb häufig bei Halsschmerzen eingesetzt. Selbst bei Zahnfleischentzündungen tut er dir gute Dienste. Einfach ein paar Blätter mit heißem Wasser zu einem Tee aufgießen und in kleinen Schlucken trinken beziehungsweise damit gurgeln. Seine wertvollen Mineralien, Vitamine und ätherischen Öle helfen ebenfalls bei Verdauungsbeschwerden. Fertige Salbeitees gibt es auch im Drogerie- oder Supermarkt zu kaufen.

Zwiebel

Sie verleiht dem Essen Geschmack, ist aber auch als Heilpflanze und guter Antibiotika-Ersatz bekannt: die Zwiebel. Was sie so besonders macht? Ihre antiviralen, antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften. Gerade bei Atemwegserkrankungen und Husten hilft sie dir. Schneide dazu eine Zwiebel klein, lege sie in heißes Wasser und atme den aufsteigenden Wasserdampf ein. Eine aufgeschnittene Zwiebel desinfiziert aber auch nach einem Wespenstich und gibt Feuchtigkeit an die Haut ab.

Knoblauch

Der Geruch mag vielleicht etwas abschreckend sein, aber du solltest dem Knoblauch eine Chance geben. Durch seine antibakterielle Wirkung ist er wie gemacht als pflanzliches Antibiotika. Dazu kommt, dass er entzündungshemmend sowie reich an Vitalstoffen und Vitaminen ist, gegen Pilzwuchs, Entzündungen, Bluthochdruck und Erkältungen hilft. Er stärkt das Immunsystem und fängt freie Radikale ab. Dadurch werden Schäden an den Zellmembranen deines Körpers verhindert.

Kamille

Schon als Kind hast du wahrscheinlich Kamillentee bei Bauchschmerzen oder Magenbeschwerden bekommen und das ergibt auch Sinn, denn die Kamillenblüten wirken beruhigend und können Schmerzen lindern. Außerdem reinigen sie das Blut, hemmen Entzündungen und wirken antibakteriell. Bei Erkältungen sind sie ebenfalls nützlich: Gieße eine Handvoll Blüten mit heißem Wasser auf und inhaliere den Dampf. Hast du dich geschnitten oder leichte Verletzungen der Haut, sorgen Cremes mit Kamillenextrakt für eine schnellere Heilung.

Zimt

Reich an ätherischen Ölen und somit antibakteriell ist Zimt. Das weihnachtliche Gewürz kommt entweder als Pulver oder als Stange daher. Entweder du genießt die gesundheitsfördernde Wirkung, indem du dir einen Tee aufgießt oder du suchst nach Rezepten, in denen Zimt als Würzung verwendet wird. Er unterstützt dich bei Magen-Darm-Beschwerden, Erkältungen und sogar bei Bronchitis.

Gewürznelke

Bakterien und Pilze auf natürlichem Weg bekämpfen? Kein Problem mit dem antimikrobiell wirkenden Öl der Gewürznelke. Es hat zusätzlich einen leicht betäubenden Effekt und wirkt außerdem entzündungshemmend. Ein bewährtes Hausmittel gegen Zahnschmerzen sind beispielsweise getrocknete Blütenknospen, auf denen leicht gekaut wird.

Teebaumöl

Auch Teebaumöl lässt sich durch seine antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften als pflanzliches Antibiotikum verwenden und wirkt sogar bei Pilzbefall. Mische ein paar Tropfen in heißes Wasser und inhaliere den Dampf. Das verschafft Erleichterung bei Atembeschwerden. Hautprobleme wie Pickel bekommst du in den Griff, wenn du das Öl deinen Körperpflegeprodukten beimischst.

Gelbe Blumen

Ringelblume lässt Wunden heilen und hilft bei Hautproblemen.

Ringelblume

Gut für die Haut sind auch Salben, in denen Ringelblume enthalten ist. Sogar infizierte oder schlecht heilende Wunden lassen sich damit behandeln. Diese Pflanze wird auch als Therapie bei Verbrennungen, Herpes, Akne und entzündeter Haut verwendet. Als Tee verschafft sie bei Darm-, Leber-, Gallen- und Magenbeschwerden Linderung.

Aloe vera

Hast du dir einen fiesen Sonnenbrand zugezogen? Dann behandle ihn am besten mit Aloe-vera-Gel. Die Pflanze spendet Feuchtigkeit und beruhigt die Haut, kann aber noch viel mehr: Sie wirkt entzündungshemmend und grenzt die Vermehrung von Bakterien sowie Pilzen ein. Der Saft spült durch seine leicht abführende Wirkung Krankheitserreger aus dem Körper. Aber Vorsicht: Kinder, schwangere oder stillende Frauen dürfen die Aloe vera nicht verwenden.

Schafgarbe

Als besonders wirksam wird die Schafgarbe während Menstruationsbeschwerden von vielen Frauen wahrgenommen. Denn diese Pflanze, die sich häufig an Wegrändern oder Feldern findet, hilft bei Verspannungen und Krämpfen. Zusätzlich ist sie auch entzündungshemmend, antibakteriell und wirkt sich positiv auf die Verdauungsorgane zum Beispiel bei Durchfall oder Blähungen aus. Die Schafgarbe stärkt Galle und Leber und soll einen wundheilenden sowie blutstillenden Effekt haben. Ebenfalls eine gute Alternative zu synthetischen Antibiotika.

Verschiedene Heilpflanzen pin

Alternative zur Chemie: Pflanzliche Antibiotika

Das sagt die Redaktion

Wenn du mal wieder unter Schnupfen, Husten, Halsschmerzen oder Magenproblemen leidest, versuche, die Symptome zuerst mit pflanzlichen Antibiotika zu bekämpfen. Tritt keine Besserung ein, ist ein Besuch beim Arzt natürlich wichtig. Er kann eine genau Diagnose stellen.