Fish Spa: Die eklige Wahrheit hinter Fischpediküren

FREITAG, 06.07.2018

Fischpediküre liegt seit einiger Zeit im Trend. Doch wer mithilfe der kleinen Knabberfische schöne Füße bekommen möchte, sollte sich das vorab gut überlegen. Denn es gibt offensichtlich auch eine unschöne Seite des Fish Spas.

Gepflegte Füße sind im Sommer für viele ein Muss. Kein Wunder, dass das Angebot an Fish Spas hierzulande und in europäischen Urlaubshochburgen wie Spanien, Italien oder der Türkei groß ist. Bei der Fischpediküre müssen Besucher lediglich ihre Füße in ein Becken mit Garra-Rufa-Fischen (Saugbarben) halten, die die Hornhaut und abgestorbene Hautschuppen abknabbern. Doch Berichten zufolge gibt es gleich mehrere Gründe, die gegen die Fischpediküre sprechen.

Argumente gegen die Fischpediküre

In freier Natur ernähren sich Saugbarben von Algen und Pflanzen. Dass sie im Fish Spa die menschliche Hornhaut vorziehen, liegt laut der Tierschutzorganisation Peta daran, dass sie keine andere Wahl haben. Die Fische müssen demnach in den Beautysalons  hungern, damit sie Lust auf die Hautschuppen bekommen.

Wie unter anderem das Portal "The List" berichtet, seien einige Fische sogar so ausgehungert, dass es bei der Fischpediküre bereits zu Unfällen mit blutigen Wunden gekommen sei. Tierschützer beanstanden dem Bericht zufolge zudem die Haltung der Tiere. So sei der Einsatz in Fish Spas einerseits Stress für die Tiere, andererseits leiden sie unter der Wasserqualität, die beispielsweise durch Cremes von der Haut der Kunden beeinträchtigt werde.

Vorsicht vor Keimen im Fish Spa

Wer dennoch nicht auf eine Fischpediküre verzichten möchte, sollte unbedingt auf die Hygiene im Beautysalon achten. Der Grund: Laut Peta sind die Becken Brutherde für Keime, sodass sich selbst kleine Wunden leicht infizieren können. Vor allem für Menschen mit einem schwachen Immunsystem könnte das schnell gefährlich werden.

Füße im Fischbecken pin

Vorsicht: Der Trend der Fischpediküre hat auch Schattenseiten.