Ausmisten und Aufräumen der Wohnung: Tschüss, Chaos!

MONTAG, 23.10.2017

Geht dir die Unordnung zu Hause auf die Nerven? Brauchst du mehr Platz? Dann solltest du deine Wohnung dringend einmal im großen Stil aufräumen und ausmisten. Aber wie anfangen? Wir geben dir ein paar hilfreiche Tipps, wie deine Putzaktion zum vollen Erfolg wird – und auch ein Erfolg bleibt!

Wusstest du, dass jeder Mensch nur etwa 20 Prozent seiner Besitztümer oft und gern benutzt? Das bedeutet umgekehrt: Deine Wohnung wird zu 80 Prozent von unnötigem Ballast blockiert. Zeit, das zu ändern! Aufräumen und Ausmisten befreit und schafft Platz für die Dinge, die dich glücklich machen. Und wenn du ein paar Tipps beherzigst, dann klappt das Ganze völlig ohne Stress.

Tipps fürs Putzen: Wohnung aufräumen leicht gemacht

1. Aufräumen mit System

Wer "mal eben nebenbei ein bisschen" Ordnung schaffen will, stößt schnell an seine Grenzen. Schnelles Aufräumen gelingt nur dann, wenn bereits ein klares Ordnungssystem in der Wohnung herrscht. Heißt: Jeder Gegenstand hat einen Ort, an den er zurückgelegt wird, nachdem er benutzt wurde. Gibt es allerdings noch kein durchgängiges System in deinem Haushalt, dann solltest du dir ganz bewusst Zeit für eine Entrümpelungs- und Aufräum-Aktion nehmen. Ein präziser Plan hilft dir, durchzuhalten.

Für das Ausmisten und Aufräumen deiner Wohnung solltest du dir realistische Ziele setzen: Zwei Stunden reichen gerade einmal aus, um einen normal großen Kleiderschrank durchzusehen und neu einzuräumen – dann sollte aber schon vorab klar sein, welche Stücke du aussortieren willst. Hast du nur sehr wenig Zeit zum Putzen, sollten deine Ziele entsprechend klein ausfallen: Heute ist eine Schublade dran, morgen die Schreibtischoberfläche. So arbeitest du dich Stück für Stück in einem Zimmer vor, ohne frustriert in einem noch größeren Chaos zu enden.

Einer der wichtigsten und motivierendsten Auftäumtipps: Geh Zimmer nach Zimmer vor. Am besten fängst du dort an, wo es am schnellsten geht, wenn du deine Wohnung aufräumen möchtest, ohne eine Krise zu kriegen. Dadurch sind erste Ergebnisse schnell sichtbar. Das wiederum motiviert unheimlich. Ist die erste Hürde geschafft, bist du sicherlich guter Dinge, dass du auch die anderen "Baustellen" angehen kannst.

2. Das Vier-Kisten-Prinzip: Jetzt wird ausgemistet

Ein anderer Aufräumtipp ist das Vier-Kisten-Prinzip. Sind alle potenziellen Ablenkungsquellen ausgeschaltet, kann es auch schon ans Ausmisten und Aufräumen deiner Wohnung gehen! Stelle hierfür vier Kisten bereit, in die du jeden Gegenstand sortierst, den du in die Finger bekommst. Eine trägt die Aufschrift "Aufheben" – in ihr landen alle Dinge, die du gern magst und auch häufig benutzt.

Die zweite Kiste ist mit "Unentschlossen" beschriftet. Bei vielen Gegenständen ist man sich nämlich unsicher, ob man sie wirklich nicht mehr braucht – und das, obwohl man sie schon eine ganze Weile nicht mehr in der Hand hatte. Sie gehören in die "Unentschlossen-Kiste". Nach der Sortier-Aktion stellst du diese in den Keller. Alles, was du nach einem Jahr nicht vermisst hast, kann endgültig weg.

Die dritte Kiste trägt die Aufschrift "Verschenken / Verkaufen". Die Bluse passt nicht mehr, ist aber viel zu schön, um im Mülleimer zu landen? Schenke sie einer Freundin oder bringe sie in eine Kleiderkammer (zum Beispiel vom Roten Kreuz, Diakonie, Caritas, Malteser), die die Klamotten an Bedürftige weitergibt. Entsprechende Adressen für deinen Wohnort erhältst du im Internet, zum Beispiel unter www.drk.de, oder wenn du das Stichwort "Kleiderkammer" in Kombination mit dem Ortsnamen in eine Suchmaschine eingibst. Gut Erhaltenes kannst du natürlich auch gegen etwas Geld auf dem Flohmarkt verkaufen.

Die vierte Kiste sammelt alles, was du guten Gewissens wegwerfen kannst – etwa kaputte Gegenstände oder persönliche Briefe, die dir nichts mehr bedeuten oder nur negative Gefühle in dir wecken. Diese Kiste solltest du nach der Aktion möglichst schnell entsorgen, ein Aktenvernichter hilft beim Unlesbarmachen von Dokumenten. Versprochen: Mit der Vier-Kisten-Methode sortierst du systematisch, schnell, effizient und nachhaltig aus!

3. Professionelle Hilfe beim Ausmisten und Aufräumen

Bei dir läuft jeder Aufräum-Vorsatz ins Leere, du findest einfach nie Zeit zum Aussortieren? Putzen endet bei dir jedes Mal in einem noch schlimmeren Chaos? Du weißt nicht, wie du mit dem Aufräumen anfangen sollst? Kein Problem, für solche Fälle gibt es heute in jedem größeren Ort professionelle Ordnungs- und Entrümpelungs-Services. Viele Anbieter erarbeiten dir zum Beispiel für Unterlagen ein sinnvolles Ordnungs- und Ablagesystem, das du nach einer einmaligen Sortieraktion ganz einfach weiter nutzen kannst.

Tipps: So bleibt deine Wohnung aufgeräumt

Ist in deine Wohnung erst einmal aufgeräumt, steht auch schon die nächste Herausforderung an: die Ordnung halten. Wir haben ein paar leichte Tipps für dich, mit denen dir das nicht schwerfallen sollte:

1. Täglich 20 Minuten Sortieren und Wegräumen

Es wäre zu schade, wenn die mühsam erarbeitete Ordnung bereits nach ein paar Wochen wieder dahin wäre! Gewöhne dir deshalb eine tägliche Putz-Routine an – 20 Minuten am Abend reichen völlig aus, um klar Schiff zu machen und deine Wohnung aufzuräumen.

Schmutzige Klamotten gehören in den Wäschekorb, benutzte Kleidung, die keinen Waschgang nötig hat, kommt zusammengefaltet zurück in den Schrank, Gebrauchsgegenstände legst du einfach wieder in das Regal, die Kiste oder die Schublade, also dorthin, wo sie ursprünglich herkamen. Schmutziges Geschirr landet in der Spülmaschine, den Küchentisch räumst du frei, alte Zeitungen und Zeitschriften bringst du zum Altpapier-Container. Das alles ist in nur kurzer Zeit machbar und erspart dir später weitere aufwendige Aufräumaktionen.

2. "One in, one out": Damit die Wohnung nicht vollmüllt

Beim Auszug aus dem Elternhaus sind es noch fünf, beim ersten richtigen Umzug schon zehn, beim nächsten mindestens 20 Kisten... Die Zahl an Gegenständen, die wir besitzen, wächst ständig – bei manchen Menschen sogar ins schier Unermessliche.

Dem Sammel-Virus beugst du am besten vor, indem du versuchst, das sogenannte "One in, one out"-Prinzip konsequent anzuwenden: Für eine neue Hose wandert eine alte in die Kleiderspende, der neue Dosenöffner ersetzt seinen Vorgänger und wenn ein neues Buch hinzukommt, trennst du dich von einem anderen, das du gut entbehren kannst. Auf diese Weise behältst du einen übersichtlichen und funktionellen Haushalt, der sich sehen lassen kann!

Ausmisten und Aufräumen der Wohnung: Tschüss, Chaos!

Mit den folgenden Tipps kannst du deine Wohnung in Nullkommanichts aufräumen!

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