Bekanntschaft oder Freundschaft: Diese Theorie verrät es

Donnerstag, 24.08.2017

Sei ehrlich: Kennst du den Unterschied zwischen Freundschaft und Bekanntschaft? Wenn du dir die Theorie von Mobinah Ahmad anschaust, wirst du das ganz schnell hinterfragen. Denn die digitale Kommunikationsspezialistin hat ein System entwickelt, das Erstaunliches über zwischenmenschliche Beziehungen verrät.

Begonnen hat alles mit der Frage nach der Definition des Wortes "Freund", erklärt Mobinah Ahmad aus Sydney in ihrem Aufsatz "Friendship-Acquaintance 6 Stages Theory". Ihrer Meinung nach wird das Wort heutzutage viel zu oft benutzt – Schuld daran sind vor allem die sozialen Netzwerke. Eine wirkliche Freundschaft besteht laut Ahmad nur dann, wenn beide regelmäßig Kontakt, eine enge Verbindung und immer ein offenes Ohr für den anderen haben.

Das Freundschafts-Quiz

Um herauszufinden, in welche Kategorien sie ihren Bekanntenkreis einteilen kann, hat die junge Frau einen Fragenkatalog aufgestellt, den sie im Netz veröffentlicht hat. Unter anderem fragt sie dabei: "Wärst du bereit mich vom Flughafen abzuholen?" oder "Können wir uns 20 Minuten lang unterhalten?" Dadurch ist sie zu dem Ergebnis gekommen, dass es genau sechs Typen der Freundschaft gibt.

Die sechs Typen der Freundschaft

Laut Mobinah Ahmad sind Verwandte, Lebenspartner und Arbeitskollegen von einer Zuteilung ausgeschlossen. Und somit stellte sie in ihrer Studie folgende Kategorien auf: Prä-Bekanntschaften, Bekanntschaften ersten Grades, Bekanntschaften zweiten Grades, Bekanntschaften dritten Grades, Prä-Freund und Freund.

Der erste Typ kennt lediglich deinen Namen, im Unterschied dazu triffst du den Bekannten zweiten Grades immer ab und zu, aber meistens nie geplant. Dabei ist festzuhalten, dass Details über die andere Person überflüssig sind.

Die Bekanntschaft zweiten Grades kennst du oft schon seit Langem, jedoch hast du mit dieser Person nie länger als 20 Minuten gesprochen. Der vierte Typ der Freundschaft ist dir laut Theorie ans Herz gewachsen und du freust dich, wenn du von ihm hörst. Dennoch seht ihr euch eher selten und darunter leidet auch die Freundschaft.

Die fünfte Kategorie kann laut Mobinah Ahmad als potenzieller Freund bezeichnet werden. Das heißt, dass du gerne gut mit dieser Person befreundet wärst. Auch würdest du gerne mehr Zeit mit dem Auserwählten verbringen, aber bis dato ist es noch nicht dazu gekommen. Zu guter Letzt gibt es dann den Freund: Darunter fällt, was allgemein als bester Freund verstanden wird.

Nur 1% deiner Bekanntschaften sind wahre Freunde

In den sozialen Netzwerken hast du mehrere Hundert Freunde. Wahnsinn, wie beliebt du bist. Doch die Theorie von Mobinah Ahmad besagt, dass gerade einmal 1% deiner Bekanntschaften wahre Freunde sind. Wie das angehen kann? Nun, der sechste Typ muss ganz schön hohe Erwartungen erfüllen. Die da wären:

1. Das Interesse gegenüber der anderen Person ist immens.
2. Man schätzt die Meinung des anderen und kann ihm immer die Wahrheit sagen.
3. Die andere Person erkennt sofort, wenn es dir gut oder schlecht geht.
4. Man sieht sich regelmäßig und führt lange, intensive Unterhaltungen.
5. Die Eigeninitiative beider Personen ist sehr groß und du opferst manchmal auch etwas für die Freundschaft. 
6. Es herrscht gegenseitiges Vertrauen, Vergebung und Bewunderung.

Wenn du nun vielleicht selbst eine Einteilung in diese Kategorien der Freundschaft durchgeführt hast, wird dir klar, es bleiben nur wenige Freunde übrig. Das Ziel von Mobinah Ahmad ist dabei aber nicht die Anzahl der Freunde hervorzuheben, sondern vielmehr den Wert einer engen Verbindung zu einer anderen Person zu zeigen.

So hält die Freundschaft lange

Wenn du nun deine wahren Freunde mithilfe von Mobinah Ahmads Test herausgefiltert hast, geht es ans Eingemachte. Denn vermutlich willst du mit deinen Besties im Idealfall ein ganzes Leben befreundet bleiben. Wie du das anstellst, zeigen dir diese Tipps.

  • Kleine Geschenke

Über Präsente freut sich jeder! Bring deiner besten Freundin doch zum Beispiel ein schönes Souvenir aus dem Urlaub mit oder überrasche sie mit einem gerahmten Foto von eurem letzten Mädelsabend. Das verbindet und sorgt für schöne Erinnerungen.

  • Vertrauen ist wichtig

Genau wie in einer romantischen Beziehung spielt auch in einer perfekten Freundschaft das Vertrauen eine große Rolle. Kann dir deine BFF wirklich alles anvertrauen, ohne dass du es ausplauderst? Falls ja, dann werdet ihr euch vermutlich noch im hohen Alter Geheimnisse erzählen.

  • Füreinander da sein

Sobald das Wochenende naht, machst du mit deiner besten Freundin die Partyszene unsicher. Spaßige Abende werden bei euch großgeschrieben. In einer guten Freundschaft ist es aber auch wichtig, dass ihr in schlechten Zeiten füreinander da seid. Leidet eine von euch an Liebeskummer oder ist einfach nur mies gelaunt – seid füreinander da!

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Lachen, Spaß haben, einfach unzertrennlich: Das macht wahre Freundschaften aus.

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24.08.2017 13:00
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