Couples only: Swinger-Urlaub in der Karibik

Donnerstag, 31.08.2017

Ein Traumhotel in Mexiko, umgeben von weißem Sand, türkisfarbenem Meer, Bambushütten und riesigen Palmen. Klingt nach einem tollen Urlaub – da gibt es aber noch etwas, was du wissen solltest: Hinter den Kulissen geht's so richtig zur Sache.

Das Desire Resort & Spa an der Riviera Maya auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán ist von außen ein ganz normales Luxusclubhotel. Doch es gibt einen kleinen Unterschied: Hier mieten sich ausschließlich Swinger-Paare ein. Schmusen am Pool, Verabredungen auf dem Zimmer oder Sex am Strand gehören in dieser Anlage zum Alltag. Die erotischen Abenteuer musst du nicht zwangsläufig mit deinem eigenen Partner erleben – Wechseln nach Lust und Laune ist hier erlaubt und erwünscht.

Erotische Annäherungen

Das Desire Resort & Spa bezeichnet sich selbst als zielgruppengerechtes Hotel: Jedes Paar soll selbst entscheiden, welchen Lifestyle es ausleben möchte. Öffentlicher Sex gehört aber nicht dazu. Nur in der Hotel-Lounge, am Strand, im Jacuzzi und im "Spielzimmer" darfst du es ungehemmt mit deinem Liebsten oder einer Urlaubsbekanntschaft treiben. Erotik wird im Swinger-Hotel zwar großgeschrieben, gleichzeitig wird aber auch Wert auf ein dezentes Verhalten gelegt.

Nacktheit ist fast auf dem gesamten Gelände und am Strand erlaubt. Falls du aber zu den klassischen FKK-lern, Nudisten und Naturisten zählst und weniger Interesse an einem Swingerurlaub hast, gibt es in der näheren Umgebung ein paar preiswertere Alternativen. Singles und unter 21-Jährigen ist der Besuch im Desire Resort übrigens verboten.

Mehr Infos: Aphrodite Travel, Desire-Resort

Wer macht was?

Wenn du ein Swinger bist, lebst du deine Sexualität frei und ohne Einschränkungen mit beliebig vielen verschiedenen Partnern aus. Swinger-Pärchen haben also gemeinsam, oder – im gegenseitigen Einverständnis – auch einzeln Sex mit anderen Menschen. Häufig vor Zuschauern. Der Begriff stammt aus dem Englischen und bedeutet "frei umherschwingen". Als Treffpunkte haben sich Clubs, Ferienresorts, Swingerpartys und private Treffen etabliert – Orte, an denen die öffentliche Moral keine Rolle spielt. Dein Motto als Swinger: "Alles kann, nichts muss".

Achtung, Missverständnisse: Im Englischen hat der Begriff "Swinger" nicht unbedingt die sexuelle Bedeutung wie im Deutschen. In Wörterbüchern wird er auch mal mit "lebenslustige Person" oder "Golfer" übersetzt. Und: "Lifestyle" ist die nordamerikanische Metapher für offen ausgelebte Sexualität und Swingen, auf Deutsch bedeutet es "Lebensart".

Nacktheit an sich als gesunde Lebensform, frei von Schamgefühlen – das ist es, worum es dir als Anhänger der Freikörperkultur (FKK) vorrangig geht. Einen Bezug zur Sexualität stellst du nicht her. Viele FKK-ler distanzieren sich explizit von den Nudisten, weil sie diesen vorwerfen, nur ihren Körper zur Schau stellen zu wollen.

Textilfreie Kreuzfahrten

Die FKK-Philosophie ist schon mehr als 100 Jahre alt. Der erste entsprechende Verein wurde 1898 in Essen gegründet. Heute soll es Schätzungen zufolge rund 800.000 deutsche FKK-Urlauber geben. Der Reisemarkt hat reagiert: Mittlerweile gibt's sogar schon textilfreie Kreuzfahrten.

Nudismus ist eine Form der Nacktheit (französisch: nudité), bei der es – ohne weitere Ideologien – um das Leben ohne Kleidung geht. Auch hier wird der Respekt vor dem anderen Geschlecht großgeschrieben. Öffentlicher Sex ist nicht erwünscht.

Back to Nature! Naturismus ist eine Lebensart in Harmonie mit der Natur. Und da stören Klamotten nur: Wie sollst du denn angezogen Sonne, Meer und Luft mit allen Sinnen spüren? Äußeres Merkmal der Naturisten ist das gemeinschaftliche Nacktsein. Sexualität wird dabei ausgeblendet.

Früher gehörte zum Naturismus ausdrücklich das Streben nach umfassender körperlicher, seelischer und geistiger Gesundheit – all das spielt heute nur noch eine kleine Rolle. Viele Naturisten leben aber sehr "naturnah", treiben Sport an der frischen Luft und ernähren sich ökologisch und möglichst naturbelassen.

In jüngster Zeit verschwimmen die Begriffe FKK und Naturismus immer mehr miteinander. Der Grund: FKK wird, besonders im Internet, zunehmend mit pornografischen Inhalten in Zusammenhang gebracht.

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Hinter der Urlaubskulisse geht's so richtig zur Sache.

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