5 Fakten, die du über Aktivkohle-Produkte wissen solltest

Dienstag, 25.07.2017

Aktivkohle-Produkte sind derzeit der absolute Renner in der Beauty-Szene. Das schwarze Pulver ist unter anderem in Shampoos, Gesichtsmasken oder Zahnpasta enthalten und gilt als das Wundermittel schlechthin. Doch was genau hat es damit eigentlich auf sich? 

Kohle in Kosmetikprodukten und Smoothies? Kann das überhaupt gesund sein? Fest steht: Aktivkohle ist keine neue Errungenschaft, sondern ein altes Heilmittel, das derzeit auf dem Markt neu entdeckt wird – Grund genug, den Beauty-Allrounder einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Was ist Aktivkohle überhaupt?

Aktivkohle, auch bekannt als A-Kohle oder medizinische Kohle, wird unter anderem aus Holz, Torf, Kokosnussschalen oder Steinkohle gewonnen. Dabei handelt es sich um feinkörnigen Kohlenstoff, der über eine poröse Struktur und damit auch über eine sehr große Oberfläche verfügt.

Die wichtigste Stärke von Aktivkohle besteht in der sogenannten Adsorption. Das schwarze Pulver ist aufnahmefähig wie ein Schwamm. Es bindet andere Substanzen wie Chemikalien oder Verschmutzungen an sich und beseitigt sie.

Genau diese Eigenschaft macht Aktivkohle für den Beauty-Markt attraktiv. Denn das schwarze Wundermittel macht sauber, ganz egal wo. Auf den Zähnen entfernt es Ablagerungen. Es wäscht die Haare rein und zieht alles aus der Haut, was die Poren fies verstopft – so heißt es zumindest. Doch kennst du auch schon folgende Fakten über Aktivkohle-Produkte? 

Aktivkohle-Produkte erleben auf dem Beauty-Markt einen regelrechten Hype.

Aktivkohle-Produkte erleben auf dem Beauty-Markt einen regelrechten Hype.

Fakt 1: Aktivkohle hellt deine Zähne auf, schädigt sie aber auch

Es klingt zunächst widersprüchlich, dass ausgerechnet pechschwarze Aktivkohle ein natürlicher Weißmacher für deine Zähne sein soll. Doch es stimmt: Zahnpasta, die das Wunderpulver enthält, kann dich von unliebsamen Verfärbungen und Zahnbelägen befreien und dir ein strahlend weißes Lächeln ins Gesicht zaubern.

Die wenigsten wissen jedoch, dass Aktivkohle langfristig die Zähne schädigt. Die Körner des Pulvers wirken nämlich wie eine Art Schleifpapier, das diese zwar weißer macht, allerdings auch die Schutzschicht der Zähne Stück für Stück abträgt. Die Folge: Dein Zahnschmelz wird immer dünner. Es ist ein Prozess, der unumkehrbar ist und auf Dauer zu unerfreulichen Zahnbeschwerden führen kann. Aus diesem Grund solltest du von Aktivkohle als natürlichem Weißmacher für die Zähne lieber die Finger lassen.

Fakt 2: Aktivkohle verbessert deine Verdauung

Aktivkohle ist aber nicht nur in Beauty-Produkten enthalten. Das schwarze, rein pflanzliche Pulver wird schon lange im medizinischen Bereich für die innere Anwendung eingesetzt. Die wohl bekannteste Form sind Kohletabletten. Aktivkohle nimmt Schadstoffe im Körper auf und entfernt sie. Damit ist der Alleskönner ideal, um im Magendarmtrakt Probleme wie Durchfall, Blähungen oder Bauchschmerzen zu behandeln.

Aktivkohle ist ein natürliches Hausmittel gegen Darmbeschwerden.

Aktivkohle ist ein natürliches Hausmittel gegen Darmbeschwerden.

Fakt 3: Aktivkohle entgiftet deinen Körper

Auch Detox-Anhänger schwören auf die reinigende und entgiftende Wirkung von Aktivkohle. Längst sind Beauty-Drinks wie schwarze Smoothies oder Kohle-Limonade auf dem Vormarsch. Aktivkohle, die in Pulverform unter die Getränke gemischt wird, reinigt den Körper von innen heraus, hilft bei einem Kater und regt den Stoffwechsel an. Allerdings hat das Ganze einen Haken: Du solltest nicht allzu viel davon genießen, wie der folgende Punkt zeigt.

Fakt 4: Aktivkohle hat Nebenwirkungen

Experten empfehlen, Aktivkohle nur in akuten Fällen, nicht jedoch als Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Das Wundermittel kann nämlich mit einigen unschönen Nebenwirkungen einhergehen. Zu diesen gehören unter anderem Übelkeit, Erbrechen, Verstopfungen oder Durchfall.

Auch solltest du Aktivkohle nicht in Verbindung mit anderen Medikamenten bringen. Es kann sein, dass das schwarze Pulver die Wirkung dieser herabsetzt.

Fakt 5: Aktivkohle schafft Abhilfe – allerdings nur bei fettiger Haut

Aktivkohle-Produkte wie Peelings oder Gesichtsmasken sind vor allem dann ideal, wenn du eine ölige Haut hast. Der Beauty-Allrounder entfernt dank seiner bindenden Eigenschaft Bakterien, Schmutz und fiese Talgablagerungen und reinigt deine Haut porentief. Dein Hautbild verbessert sich.

Hast du allerdings eine eher sensible und trockene Haut, solltest du solche Aktivkohle-Produkte lieber meiden. Auf diese Weise wird sie nämlich nur noch trockener.

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25.07.2017 09:32
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